Bei der heute gestarteten Rebenland Rallye in Leutschach liegt nach drei Prüfungen nicht der Favorit Simon Wagner, sondern Michael Lengauer vorne.
Fotos: Harald Illmer
Die 13. Ausgabe der Rebenland Rallye ist am heutigen Nachmittag in den ersten von zwei Renntagen eingetaucht. Drei der heute auf dem Programm stehenden sieben Wertungsprüfungen haben die 55 Teilnehmer, die gestartet sind, bereits hinter sich gebracht: den Abschnitt Schirmerberg zwei Mal und die Prüfung Pößnitz – Panoramastraße einmal.

In Führung liegt fast ein wenig ungewohnt nicht der große Favorit! Simon Wagner, seines Zeichens fünffacher Staatsmeister in Serie und Sieger der letzten vier Rebenland Rallyes, weist zwischenzeitlich einen Rückstand von 5,4 Sekunden auf seinen oberösterreichischen Landsmann Michael Lengauer auf. Der Skoda-Pilot ist extrem angriffig in die Rallye gestartet, holte sich alle drei bisherigen SP-Bestzeiten und unterstrich damit eindrucksvoll seine Siegesabsichten, die er schon im Vorfeld der Rallye angekündigt hatte.
Michael Lengauer: „Es ist gar nicht so leicht mit dem wechselnden Grip, und vom gestrigen Regen gibt es noch einige nasse Stellen. Aber wir haben einen super Schrieb und es läuft alles perfekt. Wie erwartet ist alles sehr knapp, aber besser als mit drei Prüfungsbestzeiten kann man eigentlich nicht starten.“

Simon Wagner: „Ja, der Lengi ist sehr gut gelaunt, und das ist für die Spannung gut. Aber es ist kein Grund für mich, nervös zu werden. Wir sind sehr gut unterwegs, nicht mit dem letzten Risiko, aber gut. Nach meiner Operation vor ein paar Tagen bin ich von der Konzentration her noch nicht ganz auf der Höhe. Auffallend und erfreulich sind die unglaublich vielen Zuschauer an den Strecken.“
Erwartet stark präsentiert sich bislang auch der Deutsche Albert von Thurn und Taxis, der sich auf Platz drei befindet und sich mittlerweile zu einem der Topkandidaten auf einen Podestplatz in der österreichischen Staatsmeisterschaft entwickelt hat.
Als bester Steirer hält der Weizer Kevin Raith den vierten Platz und somit auch den durch eine schmerzhafte Schulterverletzung gehandikapten Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager hinter sich.
Die Garde der ORM-2-Piloten, also in motorleistungstechnisch schwächeren Allrad-Boliden, führt mit dem Grazer Günther Knobloch ebenfalls ein Steirer an.

Und eine Klasse für sich ist in der ORM 3, also bei den zweiradgetriebenen Fahrzeugen, Titelverteidiger Marcel Neulinger. Der Oberösterreicher im Lancia Ypsilon Rally4 liegt bereits mit 26,4 Sekunden Vorsprung auf Platz eins.
13. Rebenland Rallye, nach 3 von 16 Sonderprüfungen:
Platz |
Team |
Nation |
Fahrzeug |
Zeit |
1. |
Michael Lengauer / Jürgen Rausch |
A/A |
Skoda Fabia Rally2 |
11:55,4 Min |
2. |
Simon Wagner / Hanna Ostlender |
A/D |
Hyundai i20 Rally2 |
+5,6 Sek |
3. |
Albert von Thurn und Taxis / Jara Hain |
D/D |
Skoda Fabia Rally2 |
+19,1 Sek |
4. |
Kevin Raith / Claudia Maier |
A/A |
Ford Fiesta Rally2 |
+20,5 Sek |
5. |
Raimund Baumschlager / Thomas Zeltner |
A/A |
Skoda Fabia Rally2 |
+33,3 Sek |
6. |
Philipp Kreisel / Daniel Foissner |
A/A |
Toyota Yaris Rally2 |
+41,9 Sek |
7. |
Günther Knobloch / Erik Fürst |
A/A |
Renault Clio Rally3 |
+44,8 Sek |
8. |
Daniel Mayer / Gerald Winter |
A/A |
Citroen C3 Rally2 |
+46,2 Sek |
9. |
Maximilian Lichtenegger / Bernhard Ettel |
A/A |
Renault Clio Rally3 |
+47,8 Sek |
10. |
Robert Kolcak / Julius Lapdavsky |
SVK/SVK |
Hyundai i20 Rally2 |
+54,3 Sek |
Die Rebenland Rallye zählt neben den Bewerben im Rahmen der TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft (ORM, ORM 2, ORM 3, RP-Tools ORM Junior, HRM und ORM Trophy) auch wieder als erster Lauf zum internationalen Mitropa Rally Cup 2026.
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Rebenland Rallye 2026
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Armin Holenia, Wolfgang Nowak |